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und ich selbst...

Dekonstruktion, Rekonstruktion, Christsein von morgen…

Dekonstruktion ist für viele eine große Befreiung,aber sie hat Schattenseiten: Heimatlosigkeit – spirituell, aber auch manchmal handfest sozial

Spirituelle Heimatlosigkeit kenne ich auch, auch wenn ich nie so heftig dekonstruieren musste – dazu gleich mehr.

Vorher noch die Geschichte am Lenbachplatz

Wie kam es dazu?

Thema spirituelle Heimat war fiele, viele Jahre für mich ein Kernthema, oft auch: Sehnsucht nach glaubwürdiger Spiritualität.

Ich beginne am Anfang: Pfarrerskind, ganz selbstverständlich in Glaubenspraxis hineingewachsen, es war einfach so. Mutter abends am Bett. Andachten (Lieder – Gedächtnis!), Advent. Kindergottesdienst. Glaube war selbst verständlich, nie mit manifestem Druck verbunden oder mit Drohungen, nicht fundamentalistisch oder offen repressiv. In der Familie. Nur der Satz aus dem KiGo – und die allgemeine, kulturell vorhandene Vorstellung von einer Hölle

Pubertät: Die Selbstverständlichkeit ging verloren, aber die Suche blieb. Ich habe nie mit dem Glauben gebrochen wie viele andere Pfarrerskinder (bis hin zu Nietzsche oder Gudrun Ensslin). Aber immer die Suche nach dem „Glauben“ – und im Untergrund dann doch immer dieses „Wer aber nicht glaubt…“

Theologiestudium: Hoffnung, mit Gleichaltrigen über Glaubensthemen sprechen zu können. War damals auch nicht chic, wie es später in den 80ern wurde, als Spiritualität aufkam… Dass es ein Familienauftrag war, habe ich erst Jahrzehnte später begriffen – aber das ist eine andere Geschichte.

Klar war immer: So, wie diese Kirche ist, kann sie für mich keine Heimat sein (In der Jugendarbeit ging das noch…) Beispiele: 3. Advent – „Freuet euch…“ Oder „Schmecket und sehet“

Königstein: Die Erfahrung! Endlich! Gemeinschaft. Dazu dann Heinz Manfred Schulz als Perspektive, so etwas in der Gemeinde zu leben. Dazu die Kommunitätspläne… Bruch mit den Charismatikern wg. Fundamentalismus oder zumindest Biblizismus

Im Grunde bin ich während meiner ganzen Zeit als Gemeindepfarrer dieser Vision nachgejagt. Deswegen auch die Leitfrage, als ich nach Lukas kam: Wo würde ich mich selbst beheimaten wollen, wenn…

Meditatives Abendgebet, Nachtkirche, Gottesdienst leben, Jugendbibelkreis à eaGos, Pfingstnächte, Bibelgesprächskreis, ThomasMesse…

Ende in Lukas: persönliche Katastrophe, Ende der Ehe und damit des Lebensentwurfs „Evangelisches Pfarrhaus“. Auch meine Sehnsucht hat sich geändert. Gemeinschaft war kein attraktives Modell mehr für mich. Ausstieg aus St. Lukas, Gospelchor à Lenbachplatz, der Kreis schließt sich.

Grundsätzlicher Wandel: Ich suchte Gott nicht mehr im Gemeinschaftserlebnis. Ich weiß, dass ich in Gott schwimme wie ein Fisch im Wasser…

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